Hei ho und Herzlich Willkommen!

Jona Gellert

Jona Gellert

Wie schön, dass du den Weg hierher gefunden hast! Ich freue mich ehrlich, dich zu sehen.

Bist du mutig? Bist du wild? Bist du ein Player, der nicht lang fackelt, sich nicht in die Karten schauen lässt? Dann komm hier lang, hier ist der Short Trip zum Kauf.

Oder hast du ein bisschen mehr Zeit? Dann komm, komm mit mir. Setz dich und mach es dir gemütlich, du kannst ein bisschen im Buch schmökern. Lehn dich zurück, schließe zuerst die Augen und stelle dir den schönsten 19 Jahre jungen Mann vor, den deine Fantasie erschaffen kann. Siehst du ihn? Dein Traummann, Sam, steht in einer Küche, nach einer durchgefeierten Nacht, draußen ist es noch dunkel, aber nicht mehr lange. Kannst du ihn sehen? Riechst du die Mischung aus Deodorant, Club und dem Duft der Nebelmaschine, der an allem haftet? Spürst du die Müdigkeit, die zäh wie Honig in solchen Momenten hängt? Ja? Dann öffne deine Augen und tauche ein in diesen Augenblick, in diese Geschichte voller glitzernden und provozierenden Facetten. Gib mir deine Hand, ich begleite dich. Lass uns zusammen diesen Augenblick betreten, lass uns erleben, was geschieht.

– Leseprobe –

Sam lehnt an der Küchentheke und trinkt ein Glas Wasser. Er hat nur eine bequeme Hose an und ist bereit schlafenzugehen, doch er muss noch etwas loswerden und erklärt Jaro: »Du verliebst dich in X.«

Jaro sieht ihn verblüfft an. »Geht so ein Satz bitte nächstes Mal mit Vorwarnung?«

Sam schüttelt den Kopf. »Niemals.« Er grinst breit. »Gib zu, dass ich recht habe.«

»Niemals!« Jaro füllt sich ebenfalls ein Glas mit Wasser und deutet auf die Tür des Gästezimmers, hinter der X schläft. »Was glaubst du, was Patrick macht, wenn er das erfährt?«

»Patrick wird demnächst ins Gefängnis wandern. Und danach ist seine Wut auf uns hoffentlich verraucht. Ansonsten haue ich ihn kurz und klein. Ich schätze, diese doofe Eigenschaft werde ich nicht los, auch wenn ich mein ganzes Leben auf den Kopf stelle.«

»Wie geht es dir damit, dass alles anders wird?« Jaro sieht ihn forschend an.

Sam schüttelt den Kopf und schweigt.

Jaro gibt sich nicht geschlagen und fährt fort: »So offen wie heute warst du noch nie. Hut ab, ehrlich. Ich weiß, wie schwer dir das fällt.« Jaro stellt sein Glas auf der Arbeitsplatte ab und räumt einige Sachen auf, die in der Küche herumstehen.

»Es ist ungewohnt«, erklärt Sam.

»Huch, du antwortest«, hänselt Jaro, und Sam schlägt ihm in die Seite und schimpft: »Wenn andere gemein zu mir sind, erträgst du es nicht, aber wenn keiner da ist, machst du mich fertig.«

»Anders kann ich nicht mit dir leben. Deine Seitenhiebe sind reine Folter.«

»Purer Selbstschutz, Jaro«, entgegnet Sam.

»Mal ehrlich, Sam, was wäre dabei, wenn du deinen Mitmenschen zeigst, wer du bist?«

»Ich bin Samuel von Weissenstein, schillernd und unergründlich.« Sam grinst Jaro breit an.

Jaro lacht. »Du bist allerhöchstens ein schillerndes Arschloch.«

»Und du verliebst dich in X«, wiederholt Sam den Anfang des Gesprächs.

»Hältst du es aus, wenn ich mich verliebe?«, fragt Jaro mit ernstem Gesicht. »Du würdest nicht mehr die erste Geige in meinem Leben spielen.«

»Ich bin mir nicht sicher, ob ich darauf verzichten kann.«

»Es ist ja noch nicht raus, ob jemals mehr daraus wird, als mit den anderen Freunden, die ich hatte.«

»Das sieht ein Blinder mit Krückstock, Jaro«, erklärt Sam. »X und du seid wie füreinander geschaffen. Er ist schön, gebildet und witzig. Er hat all die Eigenschaften, die dir wichtig sind. Und ich sehe deinen Blick, wenn du ihn ansiehst. Ich sehe deinen Körper, wie du dich ihm zuwendest. Es ist zum ersten Mal, seit ich dich kenne, anders als bei allen Männern davor.«

Jaro nickt und schweigt. Beide wissen, dass Sam recht hat. Zu seinen Worten gibt es nichts mehr hinzuzufügen.

»Was wird jetzt aus uns?«, fragt Jaro nach einer Weile.

PIPER

Wenn wir gerade bei Geheimnissen sind, hast du mitbekommen, dass ich beim Piper-Wettbewerb mitgemacht habe? Ich habe nämlich ein ganz fertiges Manuskript in der Rohfassung hier liegen. Für den Wettbewerb habe ich das erste Kapitel überarbeitet, dabei hatte ich richtig gute Ideen, wie ich das Buch noch besser machen könnte, und ich würde am liebsten gleich loslegen. Aber jetzt warte ich erstmal ab, was Piper dazu sagt. Bist du neugierig und möchtest die ersten 1000 Zeichen lesen? Das kannst du hier:
Kennst du eigentlich schon die Sprungturmhelden? Lexie und Jeremias? Falls nicht, habe ich auch noch eine kleine Leseprobe für dich. Ein Teil aus der Mitte des Buches, den du sonst nirgends findest, nur hier in unserer trauten Zweisamkeit.
– Leseprobe –

»Die Sprungturmhelden - Schwimmen«

Lexie betrachtet Jeremias, der in der Unterhose vor ihr steht und sie herausfordernd ansieht. Sie kaut auf ihrer Unterlippe und legt den Kopf leicht schief. Seine Worte klingen glaubhaft, und doch fällt es ihr unendlich schwer zu nicken und sich auszuziehen. Sie sieht sich nach allen Seiten um und prüft, ob außer ihnen jemand an diesem wunderbaren Ort ist, dann sperrt sie alle ihre Bedenken und ihre Angst so gut es geht weg und schält sich aus ihren Klamotten. Sie spürt die Sonne heiß auf ihrer Haut, obwohl es schon Abend ist, und Jeremias’ Erzählung von seinem Vater klopft immer wieder fest an den Rand ihres Bewusstseins, doch sie schafft es, nicht daran zu denken. Ihr Herz schlägt wild, als sie Jeremias’ Hand nimmt und mit ihm in den rauschenden Fluss steigt. Das Wasser wirbelt kalt um ihre Füße, und sie verkneift sich einen erschrockenen Aufschrei. Es fühlt sich an, als hätte sie ihre Füße in fließendes Eis getaucht. Sie sieht Jeremias an, auf dessen Gesicht sich ein Lächeln schlich. Seine grauen Augen glänzen neckisch, und Lexie nestelt verlegen an ihrem BH. Sein Blick bringt alles in ihr durcheinander, und sie vergisst sogar ihre kalten Füße. Jeremias bleibt stehen, und sie geht die paar Schritte auf ihn zu, verkleinert die Lücke zwischen ihnen, bis sie direkt vor ihm steht. Sie sieht ihm in die Augen und streicht mit den Fingerspitzen vorsichtig über seinen Bauch. Seine Muskeln spannen sich an, doch er weicht nicht zurück und lächelt sanft. Seine Hände streichen über ihre Schultern und die Oberarme und wieder zurück und umschließen ihr Gesicht. Seine Lippen berühren ihre, und mit klopfendem Herzen und kalten Füßen erwidert sie den zärtlichen Kuss.

Viele kleine Küsse hüpfen danach vorsichtig und sanft von einem zum anderen, und ihre Hände erforschen den Körper des Gegenübers. Lexie fühlt Jeremias’ makellose, weiche Haut, und sie kann kaum glauben, was in diesen Augenblicken passiert. Er lässt sie so nahe an sich heran wie nie, und mittlerweile ist sie froh, dass zumindest ihre Füße abgekühlt sind, sonst würden ihre Gefühle überkochen. Sie sieht das Lächeln, das sich vorwitzig zwischen seine Küsse schleicht, und in seinem Blick liegt noch immer dieses Funkeln und etwas, das Lexie noch nie bei ihm sah und das sie gerne als Glück deuten würde. Doch dann verändert sich urplötzlich sein Blick. Er zieht die Augenbrauen nach oben und die Mundwinkel ebenso, schlingt die Arme um sie und lässt sich mit ihr nach hinten fallen. Lexie schreit erschrocken auf und prustet und japst nach Luft, da das kalte Wasser über ihren gesamten Körper schwappt, und sie schlägt schimpfend nach Jeremias. Doch der lacht und zieht sie zu sich her, um sie zu küssen, und ihr Widerstand schwindet sofort. Sie schlingt ihre Arme um ihn und gräbt ihre Finger in seine nassen Haare.

»Das war ja schon fast filmreif«, sagt Lexie, und in ihrer Stimme gluckst das Lachen, als sie sich neben Jeremias ins Gras legt und die Augen schließt, damit die Sonne sie nicht blendet. Ihre Hand liegt in seiner, und sie spürt den leichten Druck, als er ihr zustimmt.

»Es war schön.« Seine Stimme ist rau und kratzt, und durch Lexie rollt ein Kribbeln wie eine große Welle. Trotz der Hitze bekommt sie eine Gänsehaut. Sie kann es kaum fassen, wie sich in den letzten Stunden alles veränderte. Sie schwammen zusammen, blödelten herum, tauchten sich gegenseitig, und sie konnten die Finger nicht voneinander lassen. Und nun liegt sie hier, hält seine Hand, und ihr Herz schlägt wilde Purzelbäume. Das Adrenalin rauscht durch ihre Adern, und sie strahlt glücklich in den Himmel hinauf. Die Erinnerungen an die letzten Wochen ohne ihn halten ihr leuchtende Warnschilder entgegen, doch sie beachtet sie so wenig wie möglich.

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Du musst schon wieder weiter? Verstehe ich, es ist immer was los. Ich freu mich schon, dich bald wieder zu treffen. Bis dahin wünsche ich dir alles Gute. Und bleib gesund!

Deine Jona