Sprungturmhelden - Werbung - Buch

Sprungturmhelden

Für den 19-jährigen Jeremias Weiß gleicht das Leben einem Hindernisparkour.
Immer wieder kommt er an den Punkt, an dem er für sich selbst entscheiden muss: alles beenden oder weitergehen?
Das Schicksal stellt ihm die Schülerin Lexie zur Seite, deren Leben vom Fahrradunfall ihrer Tante auf den Kopf gestellt wurde, die aber alle Jungs in ihrem Alter nur als triebgesteuerte Idioten wahrnimmt.
Für eine kurze Zeit stellen sich die beiden gemeinsam dem Parkour des Lebens, doch schnell werden sie wieder von ihren eigenen Zweifeln eingeholt, und für Jeremias stellt sich die Frage: Springen oder Leben?

* P R O V O Z I E R E N D * * E M O T I O N A L * * A N D E R S *

Leseprobe:
„Du bist betrunken auf diese Mauer da gestiegen?“ Lex windet sich aus seiner Umarmung und betrachtet ihn und die Attikaaufkantung mit wachsendem Grauen.
„Was ist dabei?“ Schwungvoll springt Jeremias auf das Blech, das die Umrandung des Daches abdeckt, und balanciert ein paar Schritte am Rand entlang. Er sieht nach unten und grinst Lex an.
Sie möchte am liebsten ihre Hände vors Gesicht halten und ihn anschreien, er soll sofort da runterkommen, doch sie reißt sich zusammen. Das Herz klopft ihr bis zum Hals. Sie geht die paar Schritte bis zu der kleinen Mauer und lehnt sich, in der Hoffnung dahinter nicht den Abgrund zu sehen, ein kleines bisschen nach vorne.
Doch da ist einfach nichts.
Kein Mauervorsprung oder ein weiteres Dach würden einen Sturz in die Tiefe verhindern.
Wenn Jeremias jetzt einen einzigen falschen Schritt macht, landet er unten auf der Hauptstraße.
Entsetzt weicht Lex wieder einige Schritte zurück, und sie starrt Jeremias an, der mit dem Rücken zum Abgrund steht und sie fragend ansieht.
„Hast du Angst?“